Herzlich Willkommen auf meiner Homepage.

 

Sind Sie Puppenliebhaber? Sammeln Sie bereits Puppen?

 

 

Kennen Sie schon Reborn-Puppen, lebensechte Babypuppen?

 

Ich möchte Ihnen einen Einblick in die Welt der Reborn-Babys verschaffen.

Ein Hobby welches mich sehr begeistert und auch Ihnen Freude macht.

Erfreuen Sie sich an meinen "Babys". Sie können auch adoptiert werden.

Sollten Sie sich für ein Reborn-Baby interessieren, können Sie sich gerne an mich wenden.

 

 

Über einen Eintrag ins Gästebuch würde ich mich sehr freuen.

 

E-Mail:birgitblaesner@t-online.de

 

 

 

 

Artikel in der Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide vom 28. Juni 2017

© Monika Buhr

 

Puppen, die wie echte Babys wirken - Rebornbabys zum Liebhaben und Träumen

 

Faszinierendes Hobby mit Fingerspitzengefühl

 

Die Liebe zu Puppen hat Birgit Bläsner-Fabianke nie verlassen. Nachdem die Zeit des Spielens zu Ende ging, begann ihre Sammelleidenschaft. Doch schnell gesellten sich zu den schönsten ihrer eigenen Puppen beeindruckende Künstlerpuppen. Käthe-Kruse-Modelle berührten sie besonders und so erstand sie ihre erste wertvolle Sammelpuppe, die heute einen Platz in der Vitrine hat. Verschiedene Puppen-Manufakturen standen zeitweise im Mittelpunkt ihres Interesses, bis sie feststellte, dass ihre Liebe doch den Babymodellen gehörte.

Diese lebensechten Puppenversionen, genannt Reborn (wiedergeboren), stammten überwiegend aus den USA. "Kann ich die vielleicht auch selbst herstellen?", die Frage entwickelte sich spontan und dank moderner Medien ist auch die Umsetzung kein Problem. Birgit Bläsner-Fabianke machte sich auf die Suche nach Herstellern möglichst aus Deutschland, die Rohlinge ohne Zusätze produzieren.

So bezieht sie einzelne Bausätze aus Vinyl, die aus einem Kopf, Armen, Beinen und einem Weichkörper aus Stoff bestehen. Mit Acrylfarben speziell für die Vinyl-Bemalung und ebenfalls aus deutscher Produktion kreiert sie mit verschiedenen Pinseln und Schwämmchen in mehreren Schichten lebensechte Hautfarben, aus denen sich Hautfältchen, Fingernägel und Wangen realitätsnah abheben. In stundenlanger konzentrierter, aber liebevoller Arbeit entsteht dieser einzigartige Ausdruck der einzelnen Teile. Den Stoffkörper füllt sie mit Granulat, das in etwa einem lebensnahen Gewicht angepasst wird. Die Haare - sofern bei vielen ihrer Babys vorhanden - werden aus Mohair mit einer Rootingnadel in den Kopf gerootet (gestochen und so verwurzelt) und von innen fixiert. "Mohair sieht echten Haaren sehr ähnlich!", weiß die "Puppenmutter". Die Frisur passt sie dem jeweiligen Gesichtchen an. "Meine Puppen sind alles Unikate - selbst wenn es den Rohling öfter gibt, durch die Bemalung wird er einzigartig!" Überhaupt verwendet sie nur hochwertige Materialien, so auch mundgeblasene Glasaugen. Die Augenbrauen sind gemalt und die Wimpern aus Echthaar oder aus Mohair und ebenfalls einzeln gerootet. "Bei geöffneten Augen kann ich Wimpernbögen auch schon mal im Ganzen einkleben.", erläutert sie ihre Handgriffe.

Etwa vier Wochen arbeitet sie an einem Baby, bis sie mit ihrem Werk zufrieden ist. Auf ihrer Internet-Seite www.birgits-kuschelbabys.de können die Kunstobjekte bestaunt werden. Denn die mit viel Liebe gestalteten Reborn-Babys sind Sammelkunst und nicht für spielende Kinderhände gedacht. So zeigt Birgit Bläsner-Fabianke ihre Kuschelbabys auch am 3. Oktober auf dem Hobby-Kunsthandwerkermarkt in Wittingen oder regelmäßig in der Ilmenauhalle in Bienenbüttel. "Tipps und Erfahrungen werden dabei dann unter Gleichgesinnten ausgetauscht und manche Freundschaft ist so schon entstanden," freut sich die Hobbykünstlerin.

Ihre Reborn-Babys tragen selbstverständlich Original-Babykleidung. "Inklusive Body und Windel!", zeigt sie stolz. "Meistens passt Gr. 50, für ganz kleine habe ich auch schon Gr. 44 gekauft!" Auch die Schnuller sind echt, werden als Steckschnuller oder mittels Magnet befestigt - aber ohne ist das zarte, niedliche Gesicht viel besser zu sehen. Und eine Geburtsurkunde erhält jede Adoptivmutti natürlich dazu - mit Pflegehinweisen. 

 

Von Monika Buhr für AZ Uelzen

Zu dem nun folgenden Zeitungsartikel möchte ich sagen, dass ich mit einigen
Aussagen und Bemerkungen nicht ganz übereinstimme.
Ich konnte den Artikel vor Erscheinen nicht einsehen. Trotzdem möchte ich
den Interessenten meiner Homepage diesen Artikel nicht vorenthalten.

Zeitungsartikel der Landeszeitung der Lüneburger Heide vom 14. April 2018

Rund vier Wochen benötigt Birgit Bläsner-Fabianke, um ein lebensechtes Puppenbaby herzustellen. Mehr als 50 sogenannte „Reborn-Babys“ hat die 51-Jährige bereits gefertigt. Foto:phs

„Falsche“ Kinder, echte Gefühle

 

Sie schreien nicht,sie wachsen nicht:

„Reborn-Puppen“ erobern Frauenherzen und halten Einzug in einem Seniorenheim

 

Ebstorf .Leni-Marie  ist  perfekt:  das  schwarze  Haar  leicht  zerzaust vom Liegen, die winzigen, faltigen  Füßchen,  die  Augen  zum Träumen geschlossen. Doch das  Haar:  Es  wächst  nicht.  Die  Füße:  Sie  strampeln  nicht.  Die  Augen:  Sie  werden  niemals  das  Licht  der  Welt  erblicken,  denn:  Leni-Marie  ist  eine  Puppe,  die  präzise  Kopie  eines  menschlichen Babys aus Stoff und Vinyl. In  diesem  Kinderzimmer  ist  es  verdächtig  leise.  Leni-Marie  liegt mit einem rosa Kuschelhasen  im  Arm  zwischen  15  weiteren Exemplaren ihrer stummen Gattung  auf  dem  Sofa:  Blondschöpfe,  Rotschöpfe,  Haarlose.  Manche sehen aus, als schliefen sie  tief  und  fest  in  diesem  pastellfarbenen   Reich,   das   Birgit   Bläsner-Fabianke  im  Erdgeschoss ihres Hauses eingerichtet hat. Auf einem Schreibtisch wartet „Jule“, noch in ihre einzelnen Glieder zerlegt, gerade auf Haut, Haare  und  Augen.  Der  Anblick  erinnert  mehr  an  einen  Seziertisch aus einem Horrorfilm, denn Bläsner Fabianke  hat  die  Arme und Beine senkrecht auf Ständer zum Trocknen  gesteckt,  davor  liegt  der  blasse  Kinderkopf  auf  eine  Stütze  gebettet.  Wo  bald  Glasaugen  sitzen  sollen,  blickt  man jetzt in schwarze Löcher.

 

Auf Wunsch gibt es auch Auftragsbabys

Vier  Wochen  pro  Baby  braucht  die Puppenkünstlerin. Vier Wochen tupfen, malen, kleben und nähen, dann haben die Bausätze auf dem Schreibtisch Adern und Wimpern,  Kopfhaar  und  einen  Charakter.   Jule soll hellblond   sein, „denn zur Zeit ist hellblond unglaublich  Trend“.  Eigentlich  habe  sie  einen  Jungen  geplant,  verrät  Bläsner Fabianke,  „doch  jetzt  finde  ich,  sieht  die  Puppe  im Gesicht aus wie ein Mädchen“. Die  51-Jährige  zuckt  mit  den  Schultern.  Dann  bekommt  sie  eben später noch einen Bruder. Die Zukunft von Jule ist noch ungewiss. Wenn das letzte Haar mit der Nadel in den Kopf „gerootet“, also verwurzelt, wurde, wird ihre Schöpferin eine Geburtsurkunde erstellen. „Geboren am 20. 10. 2017, 2834 Gramm, 55 Zentimeter“  steht  etwa  auf  der  von  Leni-Marie,  darunter  ein  Foto.  Damit soll sie eines Tages an eine Adoptionsfamilie übergeben       werden. Unter „frei zur Adoption“ hat Bläsner-Fabianke „fertige“ Puppen im Internet gelistet. Einige  sieht  man  auch  bereits  auf  ihrer  Facebookseite  in  den  Armen  strahlender  Mütter  liegen. Es sind junge Mütter, ältere Mütter, nur ein Mann. Mehr als 50 der so genannten „Reborn Babys“ aus Ebstorf leben  pardon: liegen in ganz Deutschland verstreut. Einige sind sogar ausgewandert.

 

Die Puppen sind bis ins Detail ausgefeilt. Foto:phs

„Ich mache das jetzt zehn Jahre und finde, das ist immer noch zu verbessern.“

Darüber, was dort mit ihnen passiert, kann Bläsner-Fabianke oft  nur  mutmaßen.  Sie  nimmt  an, dass sie in Wiegen oder Maxi-Cosis gebettet sind – als Deko oder  Sammlungsobjekt  –  und  weiß, dass einige als Modell für Babymoden-Schneider dienen  oder privat mit Strickmode ausgestattet werden. Die Motive für einen Kauf, ja, auch eine Adoptionsgebühr  fällt  an,  sind  verschieden. Die meisten ihrer Abnehmer sind Sammler. Auf    Wunsch  fertigt  die  Ebstorferin  ihnen sogar „Auftragsbabys“, die dann zum Beispiel aussehen wie der  Sohn  einer  Kundin  vor  20  Jahren. Nur eines macht  sie   nicht:  ein  Reborn Baby  verkaufen, wenn sie weiß, dass die Interessentin kurz zuvor ein Kind verloren hat. Schließlich könne eine Puppe keinen Menschen ersetzen, stellt sie klar. Birgit  Bläsner-Fabianke  hat  selbst  keine  Kinder,  aber  vier  Katzen. Früher hat sie in der Verwaltung  gearbeitet,  jetzt  ist  sie pensioniert und widmet viel Zeit der Puppenproduktion – wie andere ihrer Nähmaschine oder der Gartensäge.  Sie  lässt  sich  bei  YouTube und auf Ausstellungen von anderen Künstlern inspirieren.  Ein  Foto  an  der  Schrankwand zeigt sie neben einer weiß gekleideten Kollegin der Szene – mit  einer  Puppe  auf  dem  Arm  vor  einem  Wickeltisch.  Wer  es  nicht  besser  weiß,  könnte  annehmen,  die  Aufnahme  sei  im  Kreißsaal entstanden. Solche Missverständnisse  sind  gar nicht so selten:  „Man  sollte die nicht einfach im Sommer in ein verschlossenes Auto legen, weil es auch schon Polizisten gab, die dann die Scheibe eingeschlagen  und  später  erst  gemerkt haben, dass das eine Puppe  ist.“  Ihr  selbst  ist  einmal  etwas Ähnliches passiert: „Da war ich  in  einem  Babyfachgeschäft,  habe die Puppe auf den Tresen gelegt  und  gesagt:  ,Können  sie  mir mal helfen? Ich suche für die Puppe etwas zum Anziehen.‘ Die sah aus wie ein Baby. Die Verkäuferin war geschockt.“ Kein   Wunder.   Die   Puppen   sind  bis  ins  Detail  ausgefeilt.  Bläsner-Fabianke   verwendet  kein menschliches Echthaar, weil es  zu  hart  ist,  um  damit  den  Flaum auf den Köpfen der Neugeborenen nachzuempfinden. Sie zeichnet das feine Adernetz mit Blau- und Rottönen über den gesamten  Körper  und  malt  dann noch einmal mit Nude-Farbe  drüber.  „Das  soll  schließlich in  der  Haut  liegen  und  nicht  obendrauf.“  Und  doch  geht  sie  streng mit sich ins Gericht: „Ich mache das jetzt zehn Jahre und finde, das ist immer noch verbesserungswürdig.“

 

Einsatz im Pflegeheim zu therapeutischen Zwecke

Puppensammler gibt es überall, doch  nicht  jeder  spreche  gerne über das Hobby, sagt Birgit Bläsner-Fabianke und meint auch einen Grund dafür zu kennen: „Es gab in den letzten Jahren immer wieder Berichte dazu im Fernsehen, wie krank das doch sei, dass man diese Puppen sammelt und damit  wie  mit  einem  Baby  umgeht.“ Dabei komme das in Deutschland äußerst selten vor. „In  Amerika  und  England  oder  Australien ist es absolut normal, mit den Puppen rauszugehen, sie in Puppen- oder Babywagen auszufahren und dafür Kleidung öffentlich zu kaufen.“ Es kann aber auch ganz anders kommen: Einige der älteren „Kuschelbabys“ aus Bläsner-Fabiankes  Kinderstube  verbringen  ihren Ruhestand im Advent-Seniorenheim in Uelzen. „Sie werden hier wirklich von einigen Bewohnern  liebkost  und  lieb  gehabt, sodass sie auch einen therapeutischen Zweck haben“,    berichtet die Leiterin des sozialen Dienstes, Dörte Janning. Manche der gespendeten Puppen sind sogar dauerhaft zu Senioren  aufs  Zimmer  gezogen.  „Sie  versuchen,  Sicherheit  und Geborgenheit zu vermitteln. Die Puppen  haben zum Teil heftige  Reaktionen ausgelöst – positive.“ Vielleicht  sei  es  das  Gefühl, gebraucht zu werden,  das  die  Reborn-Babys so bedeutend mache, überlegt Janning, sicher aber seien  sie  ein  „Türöffner“  für  die  Kommunikation und sei es nur über die Mimik. „Es  ist  völlig  egal,  ob  sie  echt  ist  oder  nicht,  denn die Gefühle, die die Puppe auslöst, die sind echt.

 

von Anna Petersen für die Landeszeitung der Lüneburger Heide

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© Birgit Bläsner-Fabianke